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Förster Wilfried Bott geht nach 40 Jahren in den Ruhestand

Förster Wilfried Bött geht nach 40 Jahren Dienst beim Land Hessen in den Ruhestand. Er war als Förster zuständig für den Gemeindewald in Breuna. Aber es war noch viel mehr. Bei seinem Abschied im Mitarbeiterkreis der Gemeinde Breuna erklärte Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann, dass Bott auch ein Exot gewesen sei. Nämlich dann, wenn er zum Beispiel seinen Diensthund im Kirmesfestzug in Wettesingen im gestrickten Pullover mitlaufen ließ. Oder wenn er zur Privatfeier einlud und alle mussten sich an die Kleiderordnung „grün-rot“ halten. Diese Anekdoten sorgten für fröhliche Stimmung bei der Abschiedsfeier. Und die hat Bott auch genau so gewollt. Mit den Menschen, mit denen er sonst auch zu tun hatte. Seine Entlassungsurkunde von Hessen Forst hat er sich „zwischendurch abgeholt“. Der in Heimarshausen aufgewachsene und jetzt mit seiner Frau in Warburg (Nordrhein-Westfalen) lebende Bott ist seit 1978 beim Land Hessen angestellt. Nach seiner Jugend auf dem elterlichen Bauernhof, auf dem er bis zum Zivildienst mitgearbeitet hat, machte er auch einen Zwischenstopp in der Sozialpädagogik. Danach besuchte er für sechs Wochen Nicaragua.

Seit dem 1. Januar 1985 ist er der Revierförster in Breuna. „Hier hat es mir von Anfang an Spaß gemacht“, so Bott. Er war froh, wieder näher an die Heimat rücken zu können. Er war nämlich bis dahin auf einer „Springerstelle“ in Darmstadt. „Breuna war für mich ideal“, erklärte Bott. Zumal es dort auch kein Forsthaus gab und er seine Wohnwünsche selbst umsetzen konnte. In seiner Dienstzeit habe es einige Forstreformen gegeben. Bis 1996 gehörte Breuna noch zum Revier Hofgeismar, dann zu Wolfhagen. „Wilfried Bott ist ein hervorragender Forstmensch und kennt sich aus wie kein zweiter“ sagte Henkelmann lobend. Er habe sich zudem stark für den Naturschutz eingesetzt. Durch ihn habe die Gemeinde Breuna auch immer ein gutes wirtschaftliches Ergebnis im Haushalt erzielt. 900 Hektar Wald galt es für Bott zu betreuen. Dazu gehörte auch die Verkehrssicherung. Die Waldarbeiter arbeiteten außerhalb der Saison im Bauhof der Gemeinde mit. „Die Theorie kann man nur umsetzen, wenn man gute Mitarbeiter hat“, ist Henkelmann sicher. Wilfried Bott schwärmt von den wertvollen Naturräumen in und um Breuna. Der Wald erzähle auch eine Kulturgeschichte verschiedener Epochen der Waldwirstchaft. Sein Ziel sei immer gewesen, die Kräfte der Natur optimal zu nutzen – mit wenig Input. Optimal nutzen will der zweifache Vater im Ruhestand auch seine Kräfte. Denn er will mit dem Fahrrad bis nach Marokko fahren. Und er hofft, weiterhin vielen und gerne auch schrägen Menschen zu begegnen.

Unser Foto zeigt von links den scheidenden Revierleiter Wilfried Bott, Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann und den neuen Revierleiter, Karsten Holzkamp.